Baugenehmigung, eine offizielle Erlaubnis des Bauamts, ein Bauvorhaben auszuführen. Auch bekannt als Baugenehmigungsbescheid, ist sie der Schlüssel, um legal zu bauen – doch viele vergessen: Sie hat eine Frist. Wenn Sie nicht innerhalb dieser Frist mit dem Bau beginnen, oder wenn der Bau länger als drei Jahre unterbrochen ist, Baugenehmigung verfällt. Das ist kein theoretisches Risiko – das passiert jeden Monat in Deutschland, oft weil Bauherren einfach nicht wissen, wie die Regeln funktionieren.
Die Bauamt, die lokale Behörde, die Baugenehmigungen erteilt und überwacht prüft nicht, ob Sie pünktlich bauen. Sie prüft nur, ob Ihr Antrag den Regeln entspricht. Sobald die Genehmigung da ist, liegt die Verantwortung bei Ihnen. Einige denken, die Genehmigung gilt für immer – falsch. Die Gültigkeit, die Zeitspanne, in der eine Baugenehmigung rechtlich bindend bleibt ist in der Landesbauordnung festgelegt und meist zwischen einem und drei Jahren. Wenn Sie nicht innerhalb dieser Zeit mit dem Bau beginnen – also nicht die Fundamente legen, nicht die Erdarbeiten starten – dann ist die Genehmigung weg. Und mit ihr auch alle geplanten Fördermittel, die auf dieser Genehmigung basieren.
Warum passiert das so oft? Weil viele Menschen erst nach der Genehmigung mit der Finanzierung, dem Bauplan oder der Handwerkerwahl anfangen. Und dann vergeht Zeit – Monate, manchmal ein Jahr. Plötzlich ist die Frist um. Oder sie beginnen den Bau, aber dann kommt ein Streit mit dem Nachbarn, die Baustelle bleibt monatelang still – und wieder verfällt die Genehmigung. Die Folge? Sie müssen einen neuen Antrag stellen. Und der kostet wieder Geld, dauert wieder Monate, und die Regeln haben sich vielleicht geändert. Dann müssen Sie neue Energieausweise, Brandschutzkonzepte oder Lärmgutachten vorlegen – Dinge, die Sie vorher schon einmal erledigt hatten.
Was tun, wenn die Genehmigung kurz vor dem Verfall steht? Sie können sie verlängern – aber nur, wenn Sie den Bau vor der Frist beginnen und eine schriftliche Verlängerungsanfrage stellen. Einige Bauämter erlauben eine Verlängerung um ein Jahr, wenn Sie nachweisen, dass der Bau aus triftigen Gründen verzögert wurde – etwa durch Materialengpässe oder Wetter. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit. Wer nichts unternimmt, verliert nicht nur die Genehmigung – er verliert auch die Kontrolle über sein Projekt.
Die Posts unten zeigen, wie Sie genau solche Risiken vermeiden – von der richtigen Planung bis zur rechtssicheren Umsetzung. Sie finden konkrete Anleitungen, wie Sie Ihre Baugenehmigung richtig nutzen, wann Sie die Verlängerung beantragen müssen, und wie Sie Fehler vermeiden, die andere teuer bezahlt haben. Hier geht es nicht um Theorie – hier geht es um das, was wirklich zählt, wenn es um Ihr Zuhause geht.
Bauüberhang und Fristen: Wie Baugenehmigungen verfallen und was Sie jetzt tun müssen
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Baugenehmigungen verfallen, wenn sie nicht rechtzeitig umgesetzt werden. In Deutschland liegt der Bauüberhang bei über 845.000 Wohnungen - viele davon wegen verpasster Fristen. Erfahren Sie, wie Sie den Verfall vermeiden und Ihre Genehmigung rechtzeitig verlängern.