Luftfeuchtigkeit im Haus: Wie sie Ihre Türen, Wände und Gesundheit beeinflusst

Die Luftfeuchtigkeit im Haus, das Maß an Wasserdampf in der Raumluft, das direkt das Wohlbefinden und die Bausubstanz beeinflusst. Auch bekannt als relative Luftfeuchtigkeit, bestimmt sie, ob sich Schimmel bildet, ob Holztüren quellen oder ob Ihre Wände nachts schwitzen. Es ist kein Zufall, dass viele Schimmelschäden genau dort auftreten, wo die Luftfeuchtigkeit nicht kontrolliert wird – und das sind oft die Räume, in denen wir uns am längsten aufhalten: Bad, Küche, Schlafzimmer.

Wenn die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent steigt, wird es für Schimmelpilze zum Paradies. Aber auch Werte unter 30 Prozent sind problematisch: Holz trocknet aus, Innentüren verziehen sich, Parkett knarrt, und Ihre Schleimhäute werden trocken. Sie merken das nicht immer sofort – aber Ihre Türen schon. Eine Holztür, die nicht mehr richtig zufällt, ist oft das erste Anzeichen, dass die Luftfeuchtigkeit im Haus aus dem Gleichgewicht ist. Und das hat nichts mit schlechter Installation zu tun – sondern mit einem unsichtbaren Problem: der Luft.

Was viele nicht wissen: Die Luftfeuchtigkeit im Haus wird nicht nur durch Duschen oder Kochen beeinflusst, sondern auch durch die Art der Wände. Kalkputz, ein atmungsaktiver Wandbelag, der Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Auch bekannt als feuchtigkeitsregulierender Putz, ist er eine natürliche Lösung gegen Schwitzwände. Im Gegensatz dazu hält Zementputz, ein dichter, harter Belag, der Feuchtigkeit blockiert und sie hinter sich staut. Auch bekannt als nicht atmungsaktiver Putz, kann er in Altbauten zu langfristigen Schäden führen, wenn er dort eingesetzt wird, wo er nicht hingehört. Und dann gibt es noch die Dampfsperre, eine Folie, die Feuchtigkeit von innen nach außen blockieren soll – aber oft falsch eingesetzt wird und die Feuchtigkeit stattdessen in der Wand festhält. Auch bekannt als Dampfbremse, ist sie kein Allheilmittel – und in vielen Fällen sogar der Grund für teure Renovierungen.

Die Lösung liegt nicht in teuren Geräten, sondern im Verständnis. Sie brauchen keine ständige Messung mit einem Hygrometer, wenn Sie wissen, wie Ihre Räume atmen. Ein Bad braucht andere Bedingungen als ein Schlafzimmer. Eine Holztür braucht andere Luft als eine Kachelwand. Die richtige Luftfeuchtigkeit macht Ihre Innentüren langlebig, Ihre Wände trocken und Ihre Atmung leichter. In den folgenden Beiträgen finden Sie konkrete Lösungen – von der Schimmel-Checkliste bis zur richtigen Dampfsperre, von der Putzwahl bis zur Heizungsanpassung. Alles, was Sie brauchen, um die Luft in Ihrem Haus wieder unter Kontrolle zu bringen – ohne Überreaktionen, ohne unnötige Kosten, ohne falsche Versprechen.

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